Kind, mach doch mal die Hose auf …

Seit zwei Wochen gehe ich nun (mehr oder weniger regelmäßig) Blutplasma spenden. Eigentlich eine ziemlich gute Sache. Man sitzt zwar etwas über eine Stunde einfach nur in der gegend rum, hört Musik oder liest ein Buch, allerdings kriegt man wohl sonst nirgendwo einen Stundenlohn von ca. 20€ (für nichts tun … ). Also definitiv ein netter Nebenverdienst.

Nun fing der gestrige Tag schon nicht sonderlich gut an. Aus irgendeinem Grund saß ich auf einmal morgens um 6:30 hellwach im Bett (ich habe Semesterferien und bin Arbeitslos … also um ca. 3:00 im Bett gewesen) und konnte erst nach ewigem rumgerolle endlich meinen Körper dazu bewegen sich gegen 8:00 doch noch 1 – 2 Stunden Schlaf zu gönnen. Danach sah die ganze Sache allerdings auch nicht wirklich besser aus. Wegen des anstehenden Spendetermins musste ich mir irgendwie etwas essbares einverleiben und vor allem 1,5l Wasser trinken. Problem: kein Wasser mehr im Haus. Also dachte ich mir, dass es heute auch mal nur ein Glas Wasser tut, stieg aufs Fahrrad und radelte gen Spendestation. Fazit der Geschichte: ich breche auf dem Stuhl wärend der Spende zusammen. Doof! Vor allem wenn man weiß, dass man das hätte verhindern können indem man sich noch eine Flasche Wasser gekauft hätte.

So ein Kreislaufzusammenbruch bei einer Blutplasmaspende sieht ungefähr so aus: Man merkt, dass irgendwas mit dem Kreislauf nicht stimmt. Als Mann hat man dann schon mal das Problem der sinnlosen Eitelkeit á la „ach das geht gleich schon wieder weg … ich muss noch keinem bescheid sagen“. Wenn man dann einsieht, dass es nicht einfach so weggeht ist man meistens schon ziemlich arm dran und muss hoffen, dass gerade eine Schwester in der Nähe ist, die das etwas hilflos aussehenden rumgefuchtel auch sieht. Dies war bei mir zum Glück der Fall. Eine schnelle Handbewegung und es stehen ca. 5 Krankenschwestern neben mir (wer denkt da könnte man sich drüber freuen: es handelt sich eher um Krankenschwestern als um Krankenschwestern) die mir unmengen von Traubenzucker und Wasser oral einführen und den Stuhl in eine Position bringen in der ich fast schon wieder über die Lehne rausgerutscht wäre. Als es mir dann etwas besser ging kam ich noch in den Genuss, dass eine Oberärztin (geschätzte 55 Jahre alt mit Namen „Kalaschnikov“ …) mir mit den Worten „Kind, mach doch mal die Hose auf“ die Hose aufknöpfte … etwas skurile Situation (zugegeben … sie war recht geschickt … ). Wir haben dann gestern auch wieder Wasser gekauft … In diesem Sinne

.. just my 2 cents ..

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