Der gläserne Bürger als schöner Glitzerpunkt …

Der „gläserne Bürger“. Der Begriff hat wohl eine Geschichte, die zur ersten Gründung einer Polis durch die Römer Griechen zurückgeht. In der DDR nahm er „dank“ der StaSi wieder einen unangenehmen Stellenwert ein und heutzutage ist er wieder aktueller denn je. Allerdings geht es heute nicht mehr wirklich um das Verhältnis Staat -> Bürger, um das zu garantieren gibt es ja genügend Aktivisten,  sondern mehr um die Beziehung Wirtschaft -> Verbraucher.

Nutzerdaten haben in der Wirtschaft einen enormen Stellenwert, kann man doch dank moderner Technik prima auf den Verbraucher zugeschnittene Werbung schalten und damit seinen Verkaufszahlen in die Höhe schrauben. Eine zusätzliche Komponente dieses „Web-trackings“ kam durch die Verbreitung von Smartphones dazu. Durch die GPS- oder zumindest meist Internetfähigen Geräte und diverser Location-Services weiß der geneigte Hersteller jetzt nicht nur wer welche Hardware von ihm besitzt, sondern auch wo der Benutzer sich momentan auf der Welt befindet.

Michael Kreil von crowdflow.net hat es sich jetzt mal zur Aufgabe gemacht, die von Apple getrackten und anonymisierten Daten von 880 iPhones zu visualisieren. Schon ein etwas befremdliches Gefühl, dass jeder Punkt auf dieser Karte ein Mensch ist, der wahrscheinlich nicht mal wusste, dass er gerade seine Position in den Äther schickt. Naja, zumindest sieht’s schön aus (vor allem in Fullscreen und HD ;) )!

Bevor ich gleich wieder Post von Müttern bekomme, deren Kind sich jetzt auch ein iPhone gekauft hat und sie sich nun Fragen wie ob sie das Ding direkt vernichten sollten oder woher sie die Tracking-Daten bekommen: keine Sorge! Das iPhone ist allein wegen der Möglichkeit es zu tracken (noch) nicht ein Gerät des Teufels! In den Einstellungen jedes Apple-Gerätes findet sich die Option „Ordnungsdienste“ die einfach ausgestellt werden muss. Schwups, schon ist es wieder ein wunder Gottes! In diesem Sinne …

.. just my 2 cents ..

(via crowdflow / nerdcore)

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