Alles dunkel …

Dunkel. Alles dunkel. Es ist 2 Uhr Nachts. Dienstagnachts. Man sollte meinen, dass der gemeine Proletarier morgen zur Arbeit müsse und man damit als Student einer der wenigen Privilegierten ist, die zu solch einer Uhrzeit noch mit mehr oder minder gutem Gewissen wach sein dürfen. Allerdings hört sich die Stadt ganz und gar nicht danach an. Autos rasen auf den vermeintlich leeren Straßen entlang und die Bahn lässt sich auch lediglich dazu herab nachts die Intervalle zwischen den einzelnen Zügen zu verlängern … aber daran gewöhnt man sich. Woran man sich allerdings nicht gewöhnt sind Nachbarn die zu dieser Uhrzeit noch laut fernsehen. Jeder Schrei der vermutlich grad gejagten Person lässt einen erneut hochschrecken und den Prozess des Einschlafens von neuem beginnen. Also liege ich hier und starre die Standbyeleuchte meines PCs an (ich Umweltsünder …). Zu abgelenkt zum schlafen, zu gelangweilt von der Welt zum wach bleiben. In diese Situation passt das Adjektiv „anöden“ ganz gut hinein. Die Nacht ödet mich an! Verzweifelte Ausflüchte in selbst erdachte, fiktive Geschichten enden unbefriedigend in irgendwelchen abstrusen Szenerien die mich noch unausgeglichener und damit das Schlafen unmöglich machen. Nietzsche schrieb einmal in „Morgenröte“:

Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen.

Das Problem liegt wohl augenscheinlich eher darin den Schlaf einschieben zu können und nicht nur zu wissen wann die richtige Zeit dafür gekommen ist (auch wenn das wohl die simpelste aller Interpretationen für diesen Satz ist …). Also bleibe ich wohl weiter hier liegen und warte auf den Nebel des Schlafes der mich verschluckt und mit etwas Glück auch erst im Laufe des Vormittags wieder mit allen Nachwirkungen dieser weniger erholsamen Nacht ausspuckt. Ich habe keine Wahl.

.. just my 2 cents ..

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