„Hochwasser? Dann schlaf‘ ich weiter!“

Soa. Heute hat also wieder die Vorlesungszeit angefangen und es geht auf die Klausurenphase des Semesters zu. Ich muss gestehen, dass sich meine Motivation selten so in Grenzen gehalten hat irgendetwas an Vorbereitungen dafür zu tun.

Zum einen schiebe ich das auf meine Arbeit (Gastronomie). Nach einer 8 Stunden Schicht (ich weis, dass das nicht sonderlich viel ist … ) denke ich mir dann auch mal, dass ein Bier und ein guter Film doch eine ganz nette Alternative zur Auswertung stochastischer Prozesse sind. Zum anderen schiebe ich es auf das Hochwasser, weil es sich irgendwie groß und gefährlich anhört und zumindest im ersten Moment (so lang man halt noch nicht über meine Wort nachgedacht hat) irgendwie eine Art von Teilverständnis in den Köpfen meiner Mitmenschen zu enstehen lässt. Im zweiten Moment nennen sie mich dann wieder „faul“ und zeigen lachend mit dem Finger auf mich.

Da ich gebürtig aus dem schönen Westerwald komme (da wo auf der Deutschlandkarte NICHTS ist!), ist das mein erstes Hochwasser. Es ist auch das erste mal, dass meine Stadt in den Nachrichten als etwas „besonderes“ dargestellt wird. Aber irgendwie zerplatzt dann die dramatische Präsentation der Medien wenn man selber mal vor Ort ist. Anstatt das große Menschenmassen schreiend und weinend, hysterisch die Stadt laufen geht alles seinen gewohnten Gang. Man sollte sein Auto halt nicht unbedigt am Moselufer abstellen und hier und da wird mal ein Keller ausgepumpt. In ungünstigen Gegenden kriegt man dann halt mal nasse Füße oder nutzt den (habe ich auch eben erst in den Nachrichten gesehen) Fahrservice der Feuerwehr.

Auf jeden Fall scheint mir diese Sache wie ein trifter Grund, zu Hause zu bleiben und mal die Sache auf mich zukommen zu lassen. In diesem Sinne …

.. just my 2 cents ..

(Bildquelle)

3 comments

  1. Nico

    Tja dieses „Ich such mir schon meine Gründe, damit ich mein Nichtstun rechtfertigen kann“ kommt mir sehr sehr bekannt vor. Das lässt sich auch auf alle anderen Bereiche des Alltags übertragen. Kannst du ja von Glück sprechen das du gerade sogar eine Naturgewalt auf deiner Seite hast. ;) Da hier in Trier die Lage nicht ganz so dramatisch ist werde ich das als Rechtfertigung wohl nicht nutzen können. Trotzdem wünsche ich dir, dass deine Rechtfertigungen dir selbst (oder deinen Mitmenschen) gegenüber nie erschöpft sein werden…

    In diesem Sinne,
    „feucht fröhliche“ Grüße nach Koblenz …

  2. _LOfter_
    Author

    Das ist einer der besten Wünsche dir mir je gewünscht wurden und einer meiner vorsätze für dieses Jahr! ;)

  3. Das Schlimmste nach einem Hochwasser ist das Saubermachen… Mal das Wochenende abwarten. Vielleicht kann man das Deutsche Eck ja wieder auf diese Art und Weise bewundern…

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