RaR 2011 – aber das war’s wert! (Teil 1)

Und schon ist es wieder vorbei. Drei Tage exzessiver Musikkonsum und körperlich sowie hygienisch grenzwertiges Zelten haben zwar Spuren hinterlassen, aber mal im Ernst … was erwartet man auch anderes bei Rock am Ring?!

Also ging es dann am Donnerstag morgen gen Nürburgring. Das Auto wehrte sich zwar etwas lautstark gegen die Last vier Halbstarker Männer und der dazugehörigen Fracht, wurde aber letztlich erfolgreich zum Zeltplatz B9getrieben. Dort angekommen wurden auch direkt die ersten Biere geöffnet, um die erfolgreiche Fahrt zu zelebrieren. Die Folge dieses zeitigen Ethanolverzehrs (immerhin ca. 12:00): der Erste unserer Truppe verschwand für anderthalb Stunden in einer angrenzenden Wiese, der Zweite auf einem Hochsitz (wie auch immer da noch hochgekommen ist) im angrenzenden Wald. Als wir dann alle wieder zusammengefunden hatten wurden die Nachbarn mal näher begutachtet. Diese waren im Gegensatz zu uns perfekt ausgestattet und nachdem wir sie davon überzeugt hatten, dass wir uns nicht die ganze Zeit in Hochsitzen und Wiesen herumtreiben, durften wir Pavillon sowie mit Trockeneis gefüllte Kühltruen (Achtung: Dekadenz!) mitbenutzen. Danke nochmal dafür ;)!

Am Freitag ging es dann auch musikalisch in die Vollen. Der erste Termin war The Pretty Reckless. Die mir vorher unbekannte Band glänzte erst einmal mit der ziemlich heißen Sängerin Taylor Momsen (anscheinend bekannt aus Gossip Girl) und erfreulicherweise auch mit überraschend gutem Sound bzw. Songs. Im Anschluss ging es dann mit Madsen weiter. Sänger Sebastian Madsen schaffte es zu seinem Geburtstag die Zuschauer so zu motivieren, dass meine anfängliche Skepsis schnell ziemlicher Begeisterung wich. Madsen spielten ihren Bonus als deutschsprachige Rockband gekonnt aus (nicht böse gemeint) und überzeugten mit Sound und Spaß an ihrer Musik. Das nächste Ziel war Social Distortion auf der Centerstage. Auf dem Weg verlor ich allerdings durch eigene Unaufmerksamkeit (der Alkohol mag auch eine Rolle gespielt haben) meine Kameraden und so trennten sich hier unsere Wege für diesen Tag. Ich verwarf den Plan die Stage zu wechseln und begab mich, da ich zu späterer Stunde eh lieber Wolfmother als die zeitgleich spielenden Mando Diao sehen wollte, wieder zurück zur Alternastage. Dort wurde ich noch Zeuge des Auftritts von Selig, welche sich zwar merklich mühe gaben aber leider nicht viel mehr, als ihre feste Fanbase begeistern konnten. White Lies, welche noch zwischen Selig und Wolfmother spielten, schafften es dann leider auch nicht ganz dieses „Übergangsband“-Image wettzumachen, allerdings war die Stimmung bei dem einen oder anderen Song, und vor allem bei Bigger Then Us, doch so gut, dass die Zeit recht schnell verging. Der Auftritt von Wolfmother hielt schließlich was er versprach! Die Australier unter Andrew Stockdale verstanden es ihre eigene Begeisterung auf ihr Publikum zu übertragen und schafften somit mit Hits wie Joker and the Thief, Woman oder dem The Doors-Hit Riders on the Storm mein erstes Highlight auf Rock am Ring 2011. Den Abschluss des Tages bildeten dann Kings of Leon. Und was soll ich sagen … obwohl ich ein großer Fan ihres Albums „Only by the Night“ bin, war es enttäuschend. Zwar war die Lightshow eines Headliners würdig, aber auch die schaffte es nicht Stimmung bei anderen außer den Top Songs wie Use Somebody oder Sex On Fire zu schaffen. Merkbar wurde das vor allem durch die fluchtartige Massenbewegung mit der die Fans nach Sex on Fire, welches wohl eines der letzten Songs war, das Gelände trotz des laufendes Konzerten verließen. Trotz diesen verpatzten Endes war der Freitag ein gelungener Festivaltag was nicht zuletzt durch das beständige, gute Wetter begründet war.

Mehr von Festivalsamstag und -sonntag gibt es morgen … ich habe wegen körperlicher Nachwirkungen jetzt keine Lust mehr zu schreiben, und wer will schon so viel Text auf einmal lesen ;). In diesem Sinne …

.. just my 2 cents ..
(This Post is dedicated to Jannis F., Christian L., Jan H.)

6 comments

  1. Kings of Leon haben mich auch enttäuscht…. Irgendwie kam da nicht wirklich Stimmung auf und die Musikauswahl fand ich auch nicht so prickelnd!

    Ach ja und der Suff, war ind en Tagen auch mein bester Freund ^^

  2. _LOfter_
    Author

    Hast du jetzt doch noch deine letzten Euronen zusammengekratzt und bist hingefahren oder gab es Live-TV + Suff?^^

  3. Pingback: RaR 2011 – aber das war’s wert! (Teil 1,3) | LOfter

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